:::: songtexte :::::::::::::::::::::

 

BALLON (weber/beckmann)

Eine letzte Fahrt mit dem Heißluftballon

Und dann ist unsere Trennung perfekt.

Du sagst ich behandel´ Dich von oben herab

Ausnahmsweise ist das korrekt.

Denn Du hängst so was von in den Seilen

Baumelst schon kurz unterm Korb vom Ballon

Ich war immer die Stärkere von uns beiden

Na guck. Das hast Du jetzt davon.

 

   

Lass Dich nicht so hängen,

Lern endlich loszulassen

und erspar Dir die Quälerei

Man muss der Realität

Ins Auge sehen

Nur wer loslässt / hat die Hände frei

 

 

Eine letzte Fahrt im Heißluftballon

Reinigt die Seele und klärt die Fronten

Du hast da ein Stück Salatblatt zwischen den Zähnen

Und ich hab Vollmacht für all Deine Konten

Du hast gesagt, Du verlässt mich für eine Jüngere

wirfst Dein altes Leben über Bord

was das angeht bin ich Dir dann ja zuvorgekommen.

Aber quatsch doch jetzt nicht gleich von Mord?

 

   

Refrain

Ist doch egal  wer hier wem einen Korb gegeben

das ist hier nicht das zentrale Problem

Die weitaus brisantere Frage ist

vermutlich: wer hängt hier an wem?

Man soll Ballast abwerfen

Man muss loslassen können.

Das hast Du mir doch gerade eben erst erklärt

Genau wie Du immer betont hast

Das Ding hier fliegt nicht, es fährt.    

 

 

Du kennst Dich doch aus mit heißer Luft

Und sag, wie war das noch mit dem Ballast?

Deine kleine Schnepfe werd ich herzlich grüßen

Ich tu nur was Du mir geraten hast.

Denn Du hängst so was von in den Seilen

Baumelst schon kurz unterm Korb vom Ballon

Ich war immer die Stärkere von uns beiden

Und jetzt flieg ich ohne Dich davon.

 

   

Lass Dich nicht so hängen,

Lern endlich loszulassen

und mach doch hier nicht so´n Geschrei

Man muss der Realität

In die Augen sehn

Nur wer loslässt / hat die Hände frei

 

Lass Dich nicht so hängen,

Lern endlich loszulassen

erspar Dir die Quälerei

Man muss der Realität

in die Augen sehn

nur wer loslässt….ist frei!!

 

   
 

:::: songtexte :::::::::::::::::::::

 

ELVIS UND ICH (weber/beckmann)

Irgendwann

Doch da werd ich längst tot sein

Werden Tokio Hotel

Einkaufszentren einweihn.

Irgendwann

Da bin ich körperlich schon Dünger

tragen Tokio Hotel Toupets                            

die werden auch nicht jünger.

Auf künstlichen Hüften   / Schlurfen sie unter Geschrei    

Entlang an kreischenden Omis / mit Arschgeweih.

Die warten schon seit Stunden / Vor dem neuen City Point

Man kann doch nicht riskieren / dass man Tokio Hotel versäumt.

Die Zivis gucken betreten

Wer war wohl noch mal Tokio Hotel?

Die spielt man höchstens noch auf Oldie-Feten

Debby fragt: „Geht das, dass ich mein Hörgerät noch lauter stell????“

Mandy Larissa hat gerade beim Kreischen ihr Gebiss verlorn

Trotzdem kämpft sie sich mit ihrem Gehwägelchen tapfer durch bis ganz nach vorn

Weil sie so wie immer in der ersten Reihe stehen will

Seit sie überhaupt denken kann, hat sie sich aufgespart für Bill.

Der klettert auf die Bühne, es geht gleich los

und dann ist Stimmung im Karton

Und jeder der noch richtig den Text zusammenkriegt

Bekommt nen Supergutschein-Einkaufsbon.

 

   

Derweil sitz ich mit Elvis

auf einer Wolke

Und ich sach: Glück gehabt, Elvis, doch einer muss es ja tun.

Elvis grinst und sagt: da müssen die jetzt durch

Und schüttelt aus der Wolke noch ein bisschen Monsun.

 

 

Irgendwann

Doch da bin ich längst voll Maden

Kann auch Dieter Bohlen

Meinem Gehörgang nicht mehr schaden.

Irgendwann

bin ich längst Futter für die Würmer                        

Dann gibt es neue heut noch ungeborne…..

Hitparadenstürmer

Es ist so hart nach einem Hit wieder unbekannt zu sein.  

Manche von denen weihn noch nicht mal mehr was ein

Höchstens Waschanlagen, Baumärkte und Nagelstudios

Fitnesscenter, Supermarktfilialen Dixie-Klos.

 

   

Nur Elvis und ich

Auf unserer Wolke

Wir sehen sie alle kommen und gehn

Ich sach Elvis, Elvis, Elvis, einer muss den Job ja machen.

Sonst hätten wir nur halb so viel Lustiges zu sehn.

Ich sach Elvis, Elvis, Elvis

Showbusiness ist schön…….

 

 

   
 

:::: songtexte :::::::::::::::::::::

 

STOLZ (weber/beckmann)

Plötzlich war er nicht mehr da


ich hab es erst gar nicht bemerkt


Ich hab ihn lange nicht vermisst


Mein Leben ohne ihn gelebt


Mir ist nicht aufgefallen


Dass er offensichtlich einfach so verschwunden ist



Ich dachte er sei noch irgendwo


wenn ich ihn bräuchte wär er da


Vielleicht redet man sich zu oft die Dinge schön


Ich wollte ihn doch nie verliern


hab viel zu oft leise geweint


Hab viel zu lang gebraucht um endlich zu verstehn



Ich wollte so sehr das Glück


dafür hab ich ihn vergessen


glaub mir, das war nicht bös gemeint


Jedoch, es war sehr wohl vermessen


Daran zu glauben dass auch ohne ihn

 
meine Welt zu funktionieren scheint.



Und ich hab alles ertragen


ohne jeden Widerspruch


Auch eine Kränkung kann so selbstverständlich sein


Es ging auch ohne ihn ganz gut


Man arrangiert sich mit der Zeit


Man duldet, macht sich klein.



Bitte, ich brauche ihn so sehr


bin nicht mehr die die ich mal war


es ist als fehlt von mir ein Stück,


meinst Du dass er wiederkommt?


was kann ich tun, wie geht das wohl,

 
wie kommt er nur zu mir zurück?



Ohne ihn bin ich verloren,


ohne ihn geht gar nichts gut


Ich brauch doch meinen Stolz zurück...

 

 

   
 

:::: songtexte :::::::::::::::::::::

 

SEKUNDENKLEBER (weber/beckmann)

Ich kleb mir die Hände

mit Sekundenkleber

an der Schreibtischplatte fest.

Weil der Gedanke daran

Dich anzurufen

mir keine ruhige Minute mehr lässt.

Meine Schuhe hab ich sorgsam

festgetackert

an den Teppich unterm Stuhl

Denn auch ich hab meinen Stolz,

bevor ich angekrochen komm

sitz ich hier lieber und bin cool.

Die Zimmertür die hab ich abgeschlossen

Gleich zweimal

und den Schlüssel in den Kronleuchter gehängt.

Du solltest nicht zu sicher sein

Wenn Du glauben solltest

Dass hier irgendwer überhaupt noch an Dich denkt.

Ich war so ausgesprochen gründlich

Ich möchte mich selber loben

Hab meine Hose mit der Sitzfläche verleimt

Und vor die Tür hab ich

zusätzlich

nen Bücherschrank geschoben

Wenn ich sag ich trenn mich

Hab ich das auch so gemeint.

Ich sitze hier und kann inzwischen ehrlich behaupten,

Du bist mir so was von egal.

Hab jetzt ein anderes Problem was mich beschäftigt,

sogar sehr. Naja das ist zwar blöd. Aber…. ich muss mal.

 

 

 

   
 

:::: songtexte :::::::::::::::::::::

 

Fragen (weber/beckmann)

Ich liebe dieses Leben, ich liebe diesen Job

Doch es gibt da ne Sache, die macht mich bekloppt

Es sind diese Fragen, die machen mich nieder.

Egal, wo man ist, sie kehren immer wieder.

Im Wohnzimmer, auf’m Klo, sogar im Hafen am Pier

Irgendwo steht immer ein Klavier.

Und irgendwer wird mich dann fragen

Hasse keinen Bock mal was vorzutragen??

Tja, Entschuldigung. Nur weil ich von Beruf Pianist bin,

muss ich nicht überall spielen, macht das Sinn?

Denn Du bist Tierarzt und musst akzeptieren,

ich würd’ Dich nie bitten, für mich Deinen Hund zu sezieren.

Wie geht’s und denn heute / Na? Auch hier? – ich glaub, ich schnall gleich ab!

Und? Was macht die Kunst? / Darf’s sonst noch was sein? – da dreh ich echt am Rad

Sie können da nix für, ich weiß das, ganz ehrlich,

doch auf solche Fragen reagier ich allergisch.

 

   

Selbstjustiz darf keine Lösung sein,

doch manchmal denk ich: führt sie bitte wieder ein?!

Es gibt doch viel, viel wichtigere Fragen im Leben,

die versuchen genau diesem einen Sinn zu geben

 

Zum Beispiel:

(gesprochen)

Wenn man einen Schlumpf würgt, welche Farbe bekommt er dann?

 

 

eine der schlimmsten Fragen ist:

„Können sie davon leben“ –  was soll ich/man darauf sagen, ich verlier den Verstand

Nein. Hauptberuflich bin ich Fußmodel - für Vorherfotos und in Europa dafür ziemlich bekannt!

„Und? Was gibt’s Neues?“- da raste ich aus.

„Wahnsinn mit dem Wetter, ne?“ – ist mir ein Graus.

 

   


Refrain

(gesprochen)

Wenn ein Gebärdendolmetscher  Schweißhände hat,  nennt man das dann feuchte Aussprache?

   

 

„Was machen sie tagsüber so?“ – ist diese Frage vonnöten?

Ich sag jetzt immer: Ich könnt’s ihnen verraten, aber dann müsste ich sie töten.

Wußten sie, ich hab ja auch mal Klavier gespielt?

Ist das nicht Wahnsinn, wie die Zeit vergeht?

 

   

Refrain

(gesprochen)

Stimmt das, dass die häufigste Berufskrankheit bei Feuerschluckern „gebrannte Mandeln“ ist?

 

 

Also, wenn sie mich verstehen und sie sehen das ähnlich,

Lassen sie uns quatschen über den Sinn des Lebens, nämlich:.

Ich wäre sehr dankbar und sie könne darauf bauen,

als Dankeschön werde ich für sie in die Tasten hauen.

 

 

 

   
 

:::: songtexte :::::::::::::::::::::

 

ICh WILL DICH NICHT (weber/beckmann)

(oh) Tröste Dich, ich will Dich nich.

Auf den Bauch binden / könnte man mir Dich

Und es würd so überhaupt nix geschehn.

Ich könnt genauso zu nem Diavortrag gehn

Quatsch mich doch hier nicht voll ich habe

kein gesteigertes Int´resse an Dir.

Du bist zu blöd um zu bemerken

Dass ich Dich hier so was von gründlich abservier

Ach, Du willst Dein Leben ändern? Dazu

habe ich ganz spontan ne Idee

Ich sach nur Deo, sach nur Seife

Und nimm die Nase endlich aus mein´m Dekolltée

 

   

Wenn ein Thunfischbrötchen furzen könnte

So riechst Du aus dem Mund

Und außerdem seh ich da

Noch einen andern wesentlichen Grund

 

     

Wenn ein Thunfischbrötchen furzen könnte

So riechst Du aus dem Mund

Und außerdem seh ich da

Noch einen andern wesentlichen Grund

 

       

Ich hab Dich tanzen sehn

Und das ging gar nicht.

Ich hab Dich tanzen sehn

Und da wusste ich Bescheid

Denn wie einer tanzt, so ist er auch im Bett

Und in mein Bett kommst Du nicht,

nee, tut mir KEIN BISSCHEN leid.

 

 

Guck Dich an, Leute die eh schon Scheisse aussehn soll man nicht durch den Dreck ziehn,

kommt nix bei raus

Wer durch den Dreck gezogen wird, 

sieht nun mal eben Scheisse aus.

Du rätst mir: Trink Dir mich doch schön

Es gibt nicht Alkohol genug auf dieser Welt.

Es kann nichts mehr passiern, bestimmt nicht,

dass plötzlich irgendwas an Dir mir noch gefällt.

Hör mal, ich kenn Dich überhaupt nicht

Lass mich doch bitte bitte bitte jetzt in Ruh

Hier sind doch echt genügend andere

Quatsch doch einfach von denen eine zu.

 

   

Du brabbelst was von Geld und Autos

Und ich sach angeätzt: na und

Wer aussieht wie ne Klobürste auf Freigang

Hält besser seinen Mund.

 

     

Ich hab Dich tanzen sehn

Und das ging gar nicht.

Ich hab Dich tanzen sehn

Und da wusste ich Bescheid

Denn wie einer tanzt, so ist er auch im Bett

Und in mein Bett kommst Du nicht,

nee, tut mir KEIN BISSCHEN leid.

Und noch ne andere Sache kommt hinzu

Ich hab eh viel mehr IQ

Als wie Du  ****Dupdidupdidu 

 

   
 

:::: songtexte :::::::::::::::::::::

 

KOMM iN MEINEN ARM (weber/beckmann)

Was ist los? / Hast Du die Richtung verloren?

Hast Du die Richtung vielleicht niemals gewußt?

Und bist Du am Boden, weil nichts läuft wie Du dachtest

Und Du jetzt dastehst und einsehen musst

Dass Deine Welt wackelt

Und ein mittelschweres Seelenbeben

Dir den Atem nimmt.

So was passiert, das sollte man wissen

doch es vergeht wieder,

ganz bestimmt.

 

 

Komm in meinen Arm

Ich halt Dich fest

und rück Deine Welt wieder gerade

Wenn Du mich lässt.

So oder so

nimmt das Leben seinen Lauf.

Manchmal muss man weinen

Und meistens steht man wieder auf.

 

Was ist passiert? / Hast Du vergessen warum?

Oder wieder mal Angst vor der Welt?

Fühlst Dich leer, und weißt nicht weiter,

oder hast Du zum ersten Mal festgestellt

Dass sich vielleicht niemals

Wirklich erfüllen wird

wovon man so träumt immerzu.

Das mag vielleicht sein, aber wer hier entscheidet

Was geträumt wird

Bist doch Du.

 

 

Komm in meinen Arm

Ich halt Dich fest

Und rück Deine Welt wieder gerade

Wenn Du mich lässt.

So oder so

nimmt das Leben seinen Lauf.

Manchmal muss man weinen

Und meistens steht man wieder auf.

            SOLO

Komm in meinen Arm

Ich geb auf Dich acht

Bring Dich heil und sicher

durch diese Nacht

So oder so

nimmt das Leben seinen Lauf.

muss man eben weinen

Und dann steht man wieder auf.

 

 

 

     

:::: songtexte :::::::::::::::::::::

 

ALPENTRAUM (weber/beckmann)

Ich steh mitten auf ner Alm / Heugabel in der Hand

Mir ist das neu weil ich mich / gerad eben noch im Bett befand

Ich träume also offenbar / Im Tiefschlaf vor mich hin

Und guck mich erstmal vorsichtig / Um wo ich wohl bin.

Dunkle Tannen, grüne Wiesen und Sonnenschein / Ach Du liebe Güte, ich muss in den Alpen sein.

 

 

Oh Gott: Ich hab einen Alpentraum / Ich hab einen Alpentraum - Es ist alles so furchtbar / Ich trau mich kaum mich umzuschaun

Ich habe einen Alpentraum / Ich habe einen Alpentraum - Weck mich auf, weck mich auf, weck mich auf.

 

Offensichtlich läuft hier gerad alles aus dem Ruder

Heidi trägt Ausschnitt bis zum Knie, so´n kleines Luder

Sie findet auch plötzlich dass der Ziegenpeter stinkt

Weswegen das Stimmungsbarometer drastisch sinkt

Sie hat sich indes mit Ziegenbobo verlobt

Woraufhin Ziegenpeter wutentbrannt beim Melken tobt.

Er schreit „Bevor ich mich nochmal mit Dir im Heu rumwälze,

ertränk ich mich lieber in der Gletscherschmelze“

 

 

Ich hab einen Alpentraum / Ich hab einen Alpentraum - Ich sehe kleine Pfützen am Gletschersaum

Ich habe einen Alpentraum / Ich habe einen Alpentraum -Weck mich auf, weck mich auf…

 

Ich frag mich ernsthaft: was mach ich eigentlich hier?

„Mein Name ist Öhi. Alm Öhi“ sagt da Alm Öhi zu mir.

Er trägt Schuhe aus Raclettekäse , elegant

Klebt er  in ner nahgelegnen Felsenwand:

Ob ich was von globaler Erwärmung versteh

Er will ne Surfschule gründen auf dem Gletschersee.

Ich sach: Wenn ich da Surfer auf dem Gletschersee seh, dann fall ich um

Soso, sagt Alm-Öhi, na dann dreh Dich mal…..

 

 

Ich hab einen Alpentraum / Ich hab einen Alpentraum - Fünfzehn Eisbärn liegen röchelnd unterm Tannenbaum

Ich habe einen Alpentraum / Ich habe einen Alpentraum - Weck mich auf, weck mich auf, weck mich auf.

 

Ich denk: Uoh Uoh– zu viele Berge / Als spontanara mich das Echo rief-ief-ief-ief:

Gehst Du zum Melken, sieh immer  zu

Steck niemals den Strohhalm direkt in die Kuh

Heidi hat sich bereits von Ziegenbobo getrennt

Jetzt beißt ein Zicklein in mein Bein, und zwar ziemlich vehement.

Das Zicklein hat Hunger, okay, ich versorg´s

Doch als ich mich umdreh, boh, überall Orgs

Sie stapeln Sandsäcke, gegen die Gletscherflut

Orgs sind dumm wie Brot aber sie stapeln gut.

Ich frage mich noch kurz, ob es Orgs eigentlich gibt

Da hat sich Heidi in nen singenden Seehund verliebt.

Mir stehn die Haare zu Berge / will fliehn, fallera

Inzwischen liegt Ziegenpeter seit längerem tot

Und bisschen angesifft im Ziegenkot

Aber weil in seiner Brust keine Wunde klafft

Nehm ich an, ihn hat ein Alpenglühn dahingerafft.

Wahrscheinlich stehn wir kurz vor einer Epidemie.

Bobo und ich besaufen uns erstmal mit Käsefondue

Nach einigen Litern krieg´n wir so richtig Appetit

Er isst Toblerone, ich ess Tobler-mit.                  TUSCH (TATATATATA)

 

 

Ich hab einen Alpentraum / Ich hab einen Alpentraum  - Dem Ziegenpeter hilft nicht mal mehr Badeschaum

Ich habe einen Alpentraum / Ich habe einen Alpentraum   -  Weck mich auf, weck mich auf, weck mich auf.

 

Will nur noch raus aus diesem Hexenkessel

Vielleicht erreich ich noch den nächsten

Sessel-lift me up before you

Bobo behält den Überblick

Heidi besteht auf einen letzten Panorama - jodelhadeldihijodelhadedihüjodelpipptipüüüh

 

 

WEBER, Du KANNST gar nicht jodeln.

Ja aber: ich hab es wenigstens VERDAMMT noch mal versucht…….

Weck mich auf, weck mich auf, weck mich auf!!!!

 

 

 

 

:::: songtexte :::::::::::::::::::::

 

ROMEO UND JULIA (weber/beckmann)

Seit Jahren schon gibt´s Ärger und es brodelt stets / Zwischen den Montagues sowie den Capulets.

Die Capulets ha´m ne Tochter namens Julia / Der Sohn von Montagues der heisst: Romeo, war klar.

Die beiden kannten sich nicht, alles war stressfreier / Bis er sich einschlich auf Capulets Betriebsfeier.

Da verliebt er sich beim ersten Blick, und zwar / Ausgerechnet in Julia

Shakespeare wir wissen wo Dein Auto steht / boh wehe wenns der Julia an den Kragen geht – an den Kragen geht.  

 

Kaum sieht sie ihn, kriegt sie den Mund nicht mehr zu / Sie himmelt heftig nun an den Montague

Kein Wunder, sie steckt mitten in der Pubertät / weswegen nu alles außer Kontrolle gerät.

Denn hormonell gesehen fühlt sie sich getrieben / Den ärgsten Feind aufs Zärtlichste zu lieben.

Gegen 23.30 h, Sie ahnen das schon / begibt sich Romeo auf Julias Balkon

Fragen Sie mich nicht wie er denn Weg nach oben fand / 600 Jahre vor Erfindung der Kletterwand

Doch als er  oben ankommt, ist Julia schon so rattendoll / dass ich nicht weiß ob ich das öffentlich berichten soll.

Shakespeare wir wissen wo Dein Auto steht / Männer wollen nur noch Frauen mit Balkon wenn´s geht – mit Balkon wenn´s geht.

 

Am Morgen danach erzählt Julia / Ihrer Hausaufgabenhilfe was gestern geschah

Na hoffentlich hast Du Dich noch mal ausgetobt / Deine Eltern ha´m Dich mit wem ganz anders verlobt.

Hä? sagt da Julia. „ Ich glaube es hackt.“ / Die Situation ist ein (klitzekleines) bißchen vertrackt.

Sie will doch den Geliebten nicht verlieren / Aber würde Papa nen Montague akzeptieren?

Geschockt klagt sie ihr Leid dem Pastor von nebenan / weil sie vermutet, dass er ihr da helfen kann.

Sie sollen heiraten, das ist das was er erzählt / sie sagt: wie und wann und wo/ und er sagt: wie es Euch gefällt.

Der Ausweg ist genial, die Trauung schon am nächsten Tag / Ohne Torte, ohne Brautstrauß, ohne Ehevertrag.

Shakespeare wir wissen wo Dein Auto steht / Blitzehen sind so was von auf Sand gesät – doch jetzt ist´s eh zu spät

 

Romeo kehrt frisch vermählt nach Hause zurück / Doch auf Höhe des Stadtparks schon verlässt ihn das Glück

Es ist was faul im Stadtpark, Familie Montague / steht Auge in Auge mit der Capulet-Crew

Romeo versucht verzweifelt, sie zu stoppen / aber wer sich kloppen will, will kloppen.

Sein bester Freund der wird erstochen, das war jetzt nicht so nett/ doch wer hätte gedacht dass der junge Mann noch so viel Blut in sich hätt

Ein Königreich für ein Wiederbelebungsgerät, doch an dieser Stelle kommt jede Hilfe zu spät.

Romeo schreit auf und ergreift selbst ein Messer / dramaturgisch gesehen wird die Sache immer besser

Rein oder nicht rein, doch zu groß ist sein Schmerz, rammt das Messer nun mit Schmackes in eines Capulets Herz.

Weh, weh der Hand die dieses Blut vergoß / das Schlamassel ist jetzt jedenfalls noch doppelt so groß.

Da hat er einmal kurz nicht nachgedacht / Drum bleibt ihm jetzt mit Julia nur ne einzige Nacht.

Danach muss er in die Verbannung / Das hebt für die beiden noch mal richtig die Spannung.

Das erste Mal ist sehr heftig und kurz und geht fix / Julia denkt noch so bei sich: Mensch so viel Lärm um nix.

Gut gebrüllt, (Liebling) sagt sie trotzdem zu ihr´m Mann / und zack eh Du Dich versiehst bricht schon der Morgen an.

Also ich muss dann, sagt Romeo, da säuselt Julia leise / Sie höre nur ne Nachtigall und längst noch keine Meise.

Trotzdem verlässt er lieber Capulets Haus / sie kennt sich halt mit Vögeln einfach noch nicht so aus.

Doch kaum dass Julia ihn nicht mehr sehen kann / hört man sie plärren wie nen aufgedrehten Wasserhahn.

Weil der Pastor das nervlich nicht aushalten kann / schmiedet er ganz engagiert einen Plan.

Er hat ne Idee wie sie durchbrennen können / woraufhin Julia schlagartig aufhört zu flennen.

Sie soll sich nämlich totstelln und dann kommt sie ins Grab / Romeo schleicht zurück, holt sie klammheimlich dort ab

Und weil alle dann denken, sie sei eh nicht mehr am Leben / wird´s weiter auch keine Probleme geben.

Obwohl ich denk, sie hätt sich besser mal die Frage gestellt / wie weit kommt man mit 14 und ohne Geld?

Ohne Visakarte, ohne Schulabschluß und wenn man zum Bierkaufen den Ausweis noch vorzeigen muss?

Aber Julia zweifelt nicht, ob wohl ihr Plan auch funktioniert / weil wenn man verliebt ist, man nicht so reflektiert.

Sie quatscht dann auch nicht lange rum, trinkt drei Eistee mit Valium / und fällt um…..

Shakespeare wir wissen wo Dein Auto steht / selbst schuld wenn man Blagen so nen Blödsinn rät – so nen Blödsinn rät.

 

Vom Pastor kriegt Romeo nen Brief mit dem Plan / doch weil er dessen Sauklaue nicht lesen kann

Kommt er zwar nach Hause, hat aber nicht kapiert / das Julia das Totsein nur vorsimuliert.

Geliebte, klagt er, schnappt nach Luft / rennt geradewegs zu ihrer Gruft

Dort sieht er sie reglos und entscheidet / dass er nicht mehr leben will, weil er so sehr leidet.

Gift hat er vorsichtshalber mitgebracht / in Tragödien wird eben mitgedacht.

Mit Dir war meine Welt viel bunter / sagt er und kippt das Fläschen runter.

Kaum ist er hin, da wird sie wach / sie schaut ihn an, und sagt nur ACH….

Einfach tot, da liegst Du und bist einfach tot

Ich hab das Gefühl der Plan war genial, aber Du ein Idiot, / und jetzt bist Du einfach tot.

Die Flasche ist leer, kein Gift mehr da / na dann eben der Dolch, denkt Julia

Sie verfehlt zwar ihr Herz, doch sie trifft immerhin ihren Bauch / und über kurz oder lang stirbt sie – auch.

Shakespeare wir wissen wo Dein Auto steht /  Muss man denn immer gleich sterben wenns um Männer geht – wenn´s um Männer geht.

 

Ich weiß das sind ziemlich viel Tote für so´n Lied / aber ich kann ja nix dafür was bei Shakespeare geschieht.

Und klar ist´s schade um die beiden pubertierenden Verknallten / doch erfahrungsgemäß hätte das eh nicht gehalten……. 

Die Eltern jedenfalls haben den Streit vertagt  / und erstmal den Pastor verklagt.   

Doch bevor die Handlungsstränge sich jetzt noch endlos verzweigen, stell ich fest: der Rest ist Schweigen.

Pastor, wir wissen wo Dein Auto steht, Glück gehabt dass die Geschichte hier nicht weiter geht – hier nicht weiter geht……

Oder : Shakespeare, wir wissen wo Dein Auto steht, für Textänderungen ist es nie zu spät…. Ist es nie zu spät.

 

 

 

 

:::: songtexte :::::::::::::::::::::

 

AM STEG (weber/beckmann)

Ich sitz auf dem Steg,

meine Beine baumeln im Nass

und ich denk an nicht viel

höchstens an irgendwas.

Und es ist gar nicht schlimm

Dass ich grade nicht weiß was ich will.

Ich sitz hier bloß und schau

Wie die Sonne untergeht

Ist so schön zu sehn

dass die Welt sich noch dreht

Und ich strahl vor mich hin

Es ist unendlich still.

Ein kleiner Koikarpfen knabbert an meinem Zeh.

Ich bin ein Super-Acht-Schmalfilm-Klischee.

Und ich sitz hier alleine am grasgrünen See

Und ich strahle vor mich hin

Es ist unheimlich still.

Da taucht vor meinem Steg

plötzlich ein U-Boot empor

und es strahlt so wie ich

kommt mir jedenfalls so vor

und die Luke geht auf

der Käptn und ich, wir strahlen uns an.

Traurig erzählt er

es sei sonst keiner mehr da

Nur wir Zwei

Denn auch der Koikarpfen war

Mittlerweile verreckt

Und trieb rücklings vorbei.


……….

 

Wir sitzen am Steg

mit aller Halbwertszeit dieser Welt

warten strahlend darauf

dass der Vorhang fällt

Das war für die Welt

wohl ein Knopfdruck zuviel.

Es ist unfassbar.

Still.

 

 

 

 

:::: songtexte :::::::::::::::::::::

 

FRANZÖSISCH (weber/beckmann)

Wir sind verliebt

Und verbringen deshalb

Einen Kurzurlaub in Paris

Es ist August

Die Sonne sie scheint

Und der Himmel grenzt fast an türkis.


Wir sind verliebt

Und gehn händchenhaltend

Durch alle Parks dieser Stadt

Mein Gott, sind das viele

Dann merkt man erstmal

Dass Paris wirklich sehr viele Grünflächen hat.


Wir knutschen vor und unter und auf dem Eiffelturm / Denn wir sind verliebt

Im Louvre sind wir so sehr mit uns selbst beschäftigt / Dass wir kaum merken dass es Bilder gibt.

Du machst mir eine Liebeserklärung / Bei jedem einzelnen Café au lait.

Und ich hoffe das bleibt so, wenn - bei aller Romantik - / ich notgedrungen Dir jetzt etwas gesteh:

 

 

Es blühen Lampions

Am Ufer der Seine

bitte verzeih wenn ich gähne

mich macht Französisch so mü-ü-ü-de

 

Wir sind verliebt,

diese Stadt ist ein Traum

Aber mir tut schon alles weh.

Immer nur Blasen am Fuß

Und man ist hin und weg

So lang ist die Champs-elysees.

 

Gott was sind wir verliebt

Ich schlepp mich mit letzter Kraft


Die Treppen rauf zur Sacre Cœur

Ich weiß schon nicht wie man

Das unverliebt schafft

Aber ich, ich kann einfach nicht mehr…


Hab ich behauptet gut französisch zu können / manchmal nehm ich den Mund etwas voll

Und bei all diesem Verkehr ist mir schleierhaft wie ich noch mehr Pariser verkraften soll?

Der Kiefer der renkt sich mir aus, die Baguettes sind so dick, ich glaub ich kapitulier

Man muss vorsichtig sein was man alles so schluckt / nicht dass ich an zuviel Crèpes noch krepier.

 

 

Ich seh nur noch Laternen

Am Ufer der Seine

Ich wünscht ich hätte Migräne

mich macht Französisch so mü-ü-ü-de

 

Wir sind verliebt

Das ist gut und schön

Und wir nehmen die letzte Metro.

Doch zurück im Hotel

bin ich obwohl da ein Bett ist

komischerweise

Bald wieder k.o.


Wir sind so verliebt

Mir wird das zuviel

Wer hält bitteschön so etwas aus.

Ich find Paris wunderbar

Doch ehrlich gesagt

Möchte ich absolut dringend bald wieder nach Haus

 

Doch anstatt Kofferzupacken ziehst Du mich auf den Balkon, naja, mir ist`s gleich.

Über den Dächern der Stadt küsst Du mich noch einmal, mir werden schon wieder die Knie so weich.

Du sagst: Sperr ma die Augen auf / und sieh die Sterne am Firmament?

Und dann faselst Du irgendwas von runterholen / doch da bin ich anscheinend schon eingepennt

 

 

Und Sterne glitzern

Im Brackwasser der Seine

Vergiß für heute Deine Pläne

Es geht nicht, ich bin zu mü-ü-ü-de….

 

 

 

 

:::: songtexte :::::::::::::::::::::

 

NOCH NIE (weber/beckmann)

Ich hab noch nie im Lotto gewonnen

Hab auch noch nie eine Sternschnuppe gesehn

Ne Flaschenpost die hab ich auch noch nicht bekommen

Und kein Wunder ist mir je geschehn. (oooh)


Ich war noch nie irgendwo der hundertmillionste Besucher

Hab nie nen Luftballon entdeckt mit einer Postkarte dran

Und ein vierblättriges Kleeblatt hab ich auch noch nicht gefunden

Doch man weiß ja nie was noch alles passieren kann.


Und nun steh ich hier

Und bitte Dich mich so sehr zu lieben

Dass es für ein Leben reicht.

Das mag ein bisschen gewagt sein, vielleicht

Aber irgendwann

Bin doch auch ich mal dran

Mit Glück.


Ich bin noch nie in Neapel gewesen

Mir hat noch niemand je ein Feuerwerk geschenkt

War noch nie im Ritz und hab da Tee getrunken

Und ich hab nie in nem Casino die Bank gesprengt (ooooh)


Ich hab noch nie den Nobelpreis bekommen

Und alle Preisausschreiben ohne kleinstes Resultat

Durch den Ärmelkanal bin ich auch noch nicht geschwommen

Doch man soll ja sagen wenn man etwas auf dem Herzen hat

 

Darum steh ich nun hier

Und bitte Dich mich so sehr zu lieben

Dass es für ein Leben reicht.

Das mag ein bisschen verrückt sein, vielleicht

Doch, bitte, ohne genau Dich

Verfehlt es mich

das Glück.

 

Ich bin noch nie zum Mond geflogen

Hab auch noch nie den Jackpot geknackt

Und es ist auch so, ganz ungelogen,

Ich hab noch nie aus vollstem Herzen „ich liebe Dich“ gesagt


Darum steh ich nun hier

Ich bitte Dich mich so sehr zu lieben

Dass es für ein Leben reicht.

Das mag ein bisschen gewagt sein, ich weiß.

Doch ein Leben ist gar nicht so lang.

Besser man fängt damit an

Mit Glück.

 

 


 

 

:::: songtexte :::::::::::::::::::::

 

EIn GRAUES HAAR (weber/beckmann)

Ein graues Haar

Meine Güte, damit hab ich nicht gerechnet

Jetzt sitz ich hier und bin / vollkommen irritiert

Ein graues Haar

Ganz eindeutig, ganz klar zu erkennen.

Na komm, man weiß doch, dass das eines Tages mal passiert.


Ein graues Haar

Und ich fühle mich plötzlich ganz verloren

Weiß plötzlich nicht mehr, wie ich reagieren soll,

ein graues Haar

kann nicht aufhören, an dieses Haar zu denken

vorher war ich glücklicher, denk ich noch wehmutsvoll

 

Ein graues Haar

Möcht es vergessen

Doch es ist nicht zu übersehn

Ein graues Haar

Die Kehle wird mir eng

Ich frag mich: Werd ich das überstehn?

Ein graues Haar

Und ich denk noch

Ausgerechnet heut

Ich hatte mich doch so

Auf die Suppe gefreut.

 

Ein graues Haar

Sag ich dem Kellner, es schwimmt im Teller hin und her

Es ist nicht seine Schuld, der Mann hat keine Haare mehr

Ein graues Haar

Ich esse keine menschliche DNA

Und überhaupt wer weiß ob dieses Haar gewaschen war


Ein graues Haar

Mir ist inzwischen schon so was von schlecht

Der Kellner ist nicht sehr bestürzt, doch immerhin, er gibt mir Recht

Ein graues Haar

Mein erstes, mein erstes graues Haar

Ich hab ne neue Portion Suppe, doch nichts wird jemals sein wie es vorher war……


 

 

 

 

:::: songtexte :::::::::::::::::::::

 

WM (weber/beckmann)

Die Menschen auf der Strasse sehn so traurig aus.

Ne graue Masse, hier und da ein Tupfer beige.

Noch nicht mal mehr ein Tschibo-Sonderangebot rettet aus der Depression

Worüber sollen wir uns freuen, wir kennen alles schon.

Müde, wir sind so müde

Die Mutter von Bambi ist tot

Und nichts wird jemals wieder gut sein.


Die Käsecroissants in der Bäckerei haben starke Verbrennungen.

Und jeder von uns hat so ne dünne Haut

dass man ne Anhebung der Krankenkassenbeiträge nervlich nicht mehr ertragen kann.

Und an wirklich jedem Bahnhof sehen alle Koffer uns so komisch an.

Traurig, wir sind so traurig

Der Metzger unsres Vertrauens hat sich aufgehängt.

Sag mir woran man noch glauben kann.

 

 

Bitte lieber Gott, schenk uns noch eine WM / Einen glücklichen Sommer

Alle so was von im Einvernehmen / Und es gibt immer Gesprächsthemen

Keiner ist einsam

Oh…bitte, nur noch einmal ne WM

Wenn ich sonst auf der Straße tanze / Werd ich umgefahrn.

 

Fahrräder werden jetzt schon aus dem Keller geklaut

Hat denn keiner mehr vor irgendwas Respekt?

Worauf kann man sich verlassen, wer passt auf den andern auf

Wir sind deprimiert und gehen trotzdem zu jedem Räumungsverkauf.

Mutlos, ich bin so mutlos

Ich wäre so gern eine Hummel

Dann wüsste ich nicht dass ich nicht fliegen kann.

 

 

Bitte lieber Gott, schenk uns noch eine WM / Einen glücklichen Sommer

Alle so was von im Einvernehmen / Und es gibt immer Gesprächsthemen

Keiner ist einsam

Oh…bitte, nur noch einmal ne WM

Wenn ich sonst auf der Straße tanze / Werd ich umgefahrn.

 

Mein Lieblingsparfüm wird ab sofort überhaupt nicht mehr hergestellt.

Durch Klimawandel werd´n alle Eisbär´n schizophren.

Der Pathologe aus der Vorabendserie lädt mich nie, niemals zum Essen ein

Alle Parklücken, wirklich alle, sind immer zehn Zentimeter zu klein.

Hilflos, ich bin so hilflos

Woran kann man sich bloß orientiern?

Und überhaupt, wo ist plötzlich der Sinn hin????


Die Mehrwertsteuer ist eine Primzahl und alles andere als nett zu mir

Bedrohte Schneeflocken flüchten sich ins Biomarktkühlregal

Meine Bewertungen bei Ebay sind nicht alle positiv

Ich könnte es auch einfach mal so formuliern: mit meinem Glück läuft etwas schief

Lotterielos, so lotterielos

Und Spiderman hat sich verheddert.

Ich wüßt nur eins was die Welt jetzt noch retten kann

 

 

Bitte lieber Gott, schenk uns noch eine WM / Einen glücklichen Sommer

Alle so was von im Einvernehmen / Und es gibt immer Gesprächsthemen

Keiner ist einsam

Oh…bitte, nur noch einmal ne WM

Wenn ich sonst auf der Straße tanze / Werd ich umgefahrn.

 

 

 

 

:::: songtexte :::::::::::::::::::::

 

FALLS (weber/beckmann)

Falls man verlassen wird

Soll man erst einmal ein Steak essen

oder als Vegetarier eine Schüssel Kopfsalat

damit man wieder klar denken kann.

Weil man zum Heulen eine Grundlage braucht

Ich habe rausgefunden, Heulen schlaucht

 

Falls man verlassen wird

Soll man ganz schnell das Laken wechseln

oder gleich das ganze Bett frisch beziehn

Damit man nicht mehr dran riechen kann

Weil dann die Tränen in die Augen schießen und

ich möchte hier betonen, das ist ungesund


Falls man verlassen wird

Soll man nicht nach dem WARUM fragen

Es ist doch eigentlich egal warum einer geht

Feststeht dass er Dich nicht mehr lieben kann

Wie soll er das erklären ohne Dir weh zu tun?

Gegen so was sind selbst Felsen nicht immun.

 

Falls man verlassen wird

Soll man eine Handvoll Kresse säen

Und die soll man sorgsam gießen, Tag für Tag

Damit man Grün auf Weiß sehen kann

Wie langsam schon Gras über die Sache wächst und dann

wird s auch bestimmt nicht mehr so wehtun irgendwann

 

Falls man verlassen wird

Soll man schnell am Passbildautomaten

überprüfen ob man noch existiert

damit man weiß es ist genügend übrig

und man sich nicht nur fühlt wie eine Hälfte ohne Sinn

Vielleicht kriegt man den Rest dann leichter hin


Falls man verlassen wird

Soll man sich keinesfalls den Tag merken

Es ist doch eigentlich egal wann es Dich eiskalt erwischt

Es knallt immer wie ne Abrissbirne

mitten in Dein Leben hinein

Das war und ist und wird immer so sein


Falls man wen verlassen muss

Sollte man sich sicher sein

Man sollte sich mit so was nicht vertun

Damit nicht unnötig Tränen fließen

und nicht umsonst ein Herz mit Ach und Krach zerbricht

Denn leicht ist auch das Weggehn leider nicht.


Ich habe rausgefunden

leicht ist auch das Weggehn leider nicht.

 

 


 

:::: songtexte :::::::::::::::::::::

 

KNUTSCHEN IM KINO (weber/beckmann)

Du willst knutschen im Kino / Und ich will einfach nur den Film sehn

Mir war klar das mit uns beiden / Wird nicht lange gutgehn.

Ich fänd das alles nicht dramatisch / Würdst Du beim Küssen nicht so schlürfen

Aber man muss doch mal in Ruhe / einen Film ansehen dürfen

Also gib gefälligst Ruhe / Das hält ja keiner aus

Für das was Du da vorhast / Geht man gewöhnlich erst nach Haus.

 

 

Hallo – äh – Du solltest das verschieben, bitte…

Hallo – äh – das passt gerad keineswegs, hörmal

Hallo – äh – nimm Deine Finger da weg, ja

Hallo – äh – boh gehst du mir auf den Keks

 

Du willst knutschen im Kino / Ich möchte das lieber nicht erleben

Aber was soll ich denn machen / Ich sitze eingepfercht daneben

Ich würd ja gar nix sagen / Tolerant wie ich ja bin

Aber den Krach den Du da machst / Kriegt man mit Popcorn längst nicht hin.

Du röchelst wie kurz vorm Erstickungstod – gesund kann das nicht sein

Ich hör Dich grunzen wie ein nur halbherzig abgestochnes Schwein.

 

 

Hallo – äh - Geht’s ein bisschen leiser, bitte

Hallo – äh - Nimm doch zumindest jedenfalls, Mensch

Hallo – äh - der armen Frau da endlich

Deine Zunge aus dem Hals.


Also ich mein Deine, nicht ihre / Sonst würd das ziemlich bluten

Und dann hätt auch sie nix mehr vom Film / So könnte man vermuten.

Aber Du, Du reagierst nicht / sondern schnaufst nur wie ein Pferd

Wälzt Dich grunzend auf der armen Frau / hier läuft doch was verkehrt.


Du willst knutschen im Kino / und da kennst Du kein Erbarmen

Die von Dir Auserwählte / rudert nur hilflos mit den Armen.

Die ganze Sitzreihe wackelt / ach was, die Erde scheint zu beben

Ich glaub ich bin im falschen Film / warum muss ich das erleben.

Und jetzt spüre ich am Knie tatsächlich auch noch eine Hand

Hör ma: Wenn Deine Freundin da auch noch ein Knie hätte, wär sie ein Mutant.

 

 

Hallo – äh – würden sie Ihre Hand mal bitte

Hallo – äh – boh zieh schön die Hose wieder an; Mann

Hallo – äh – der Film ist erst ab Zwölf, halleluja

ich glaub nicht dass ich hier sitzen bleiben kann.


Ich krieg zuviel, himmelnee / vor allem krieg ich den Film nicht mit

Wenn ich jetzt nicht flüchte / hab ich gleich ne fremde Hand am Schritt

Ich lass mich auf den Boden gleiten und kriech aufm Teppich gen Ausgang entlang

Und erreich mit Müh und Not / den ersehnten Mittelgang

 


Ich sag mal, Rutschen durchs Kino / am besten noch auf allen Vieren

Scheint mich unerwartet heftig / zu inspirieren.

Ne schöne kalte Dusche / das ist das was Dir jetzt fehlt

Ich schleich die Treppe hoch / fühl wie in mir die Rachsucht schwelt

Und schon zücke ich mein Feuerzeug / halte es so nah ich kann

An den nächstgelegenen Rauchmelder von der Sprinkleranlage dran.

 

 

(Plötzlich ertönt) Feueralarm – und es fängt an zu regnen

Feueralarm – alles wird schön nass

Feueralarm – die Polstersitze schmatzen

Feueralarm – Ich hab mordsmäßig Spaß

Feueralarm – jetzt ist Dir nicht mehr nach knutschen

Feueralarm – das Wasser ist SOOO kalt

Feueralarm – überall schwimmt Popcornsuppe

Feueralarm – wenn wer neben mir im Kino seine Freundin knallt.


Wie ein begossener Pudel / stehst Du da in Feinrippshorts

Das Wasser geht Dir schon bis zur Hüfte / die Leute schreien allerorts

Man kann sicher davon ausgehn / dass heute keiner hier ertrinkt

Obwohl gerade auf der Leinwand / wunderschön die Titanic versinkt

 

Willst Du Knutschen im Kino / musst Du mit Konsequenzen leben

Oder Dich einfach ein paar Reihen / hinter mich begeben

Mich interessiert nicht wer mit wem und wann und wo und wie rum pennt

Aber bitte nicht direkt neben mir / Ich bin doch meistens frisch getrennt


Ich muss aber ehrlich eingestehn: auf DVD gefiel Titanic mir viel schlechter

Denn im Kino war die Panik echter….

FEUERALARM